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Textilien CmiA

Baumwolle ist eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter Afrikas: Nach den USA ist der Kontinent der zweitgrößte Exporteur. Rund 20 Millionen Menschen südlich der Sahara – meist Kleinbauern und ihre Familien – leben vom Baumwollanbau. Um die Lebensbedingungen der Baumwollbauern zu verbessern, rief die Aid by Trade Foundation die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) ins Leben. Zahlreiche Partner aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft setzen sich seit 2005 gemeinsam dafür ein, dass sich afrikanische Baumwolle aus nachhaltigerer Produktion zunehmend auf dem Markt etablieren kann. Als Projektpartner von Cotton made in Africa unterstützt auch die REWE Group gezielt diese „Hilfe zur Selbsthilfe". Die Kleidungsstücke und Heimtextilien erhalten das PRO PLANET-Label, da durch ihren Verkauf die soziale und wirtschaftliche Situation der afrikanischen Baumwollbauern verbessert wird.

Neben der Baumwollproduktion möchte die REWE Group auch die restliche Lieferkette nachhaltiger gestalten. Dabei setzt sie auf die beiden Standards BSCI und SA8000: Alle PRO PLANET-Lieferanten, die in der Stoffherstellung, Veredelung und Konfektionierung der Textilien arbeiten, müssen eine Auditierung der „Business Social Compliance Initiative" durchlaufen. Spätestens ein Jahr nach Markteintritt dürfen sie ihre Rohstoffe und Textilien nur noch von Vorlieferanten beziehen, die ebenfalls BSCI-auditiert sind. Zudem unterstützt die REWE Group Textilfabriken dabei, sich zusätzlich nach dem internationalen Sozialstandard SA8000 zertifizieren zu lassen.

WOHER STAMMEN DIE COTTON MADE IN AFRICA-TEXTILIEN MIT DEM PRO PLANET-LABEL?

Die Baumwolle für die Cotton made in Africa-Textilien wird unter anderem in Ghana, Sambia, Malawi, Mosambik, Simbabwe und der Elfenbeinküste angebaut, geerntet und entkernt. Die anschließende Spinnerei, Stoffherstellung, Veredelung und Konfektionierung der Textilien erfolgt in Bangladesch, China, Indien, Indonesien und Pakistan.

WAS MACHT DIE PRO PLANET-TEXTILIEN SOZIALVERTRÄGLICHER?

Viele Baumwollbauern verdienen durch den Verkauf der Baumwolle nicht genug, um ihre Familien ausreichend ernähren zu können. Ihr Einkommen war bisher stark von den schwankenden Weltmarktpreisen abhängig. Sie müssen dabei mit den großen Baumwollproduzenten in den USA, Indien und China konkurrieren. Um die Lebensbedingungen der Menschen in den Anbaugebieten zu verbessern, setzt die REWE Group bei den Textilien mit dem PRO PLANET-Label auf CmiA-zertifizierte Baumwolle (massenbilanziert). Die Zertifizierung umfasst derzeit die Herstellungsschritte Anbau und Entkernung der Baumwolle. Der CmiA-Standard ermöglicht den Bauern ein geregeltes Einkommen, womit sie beispielsweise das Schulgeld für ihre Kinder bezahlen können. Die Baumwollbauern werden darüber hinaus durch Schulungen und die Vermittlung von landwirtschaftlichem Wissen unterstützt. Zusätzlich werden über Lizenzeinnahmen aus dem Verkauf der Produkte mit dem Cotton made in Africa-Label vor Ort Bildungsprojekte für Kinder und Erwachsene finanziert. Dadurch wird das Schulangebot für die Kinder der Kleinbauern zunehmend verbessert.

Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette
Neben den Herstellungsphasen Anbau und Entkernung nimmt die REWE Group auch die weiteren Glieder der Wertschöpfungskette in den Blick: Im Rahmen der Stoffherstellung, Veredelung und Konfektionierung der Textilien verpflichtet sie Lieferanten dazu, die Auditierung der „Business Social Compliance Initiative" (BSCI) zu durchlaufen. Der Initiative liegt ein Verhaltenskodex zugrunde, der auf den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem UN Global Compact und der Menschenrechtserklärung der UNO basiert und unter anderem die Einhaltung gesetzlich geregelter Löhne und Arbeitszeiten fordert. Alle Textilprodukte mit dem PRO PLANET-Label stammen aus BSCI-auditierten Fabriken. Spätestens ein Jahr nach Markteintritt dürfen diese Betriebe Textilien zudem nur noch von BSCI-auditierten Vorlieferanten beziehen.

Ziel der REWE Group ist es, die Einhaltung und Ausweitung von sozialen Standards in den Fabriken („Social Compliance Performance") sowie die Zahl der PRO PLANET-Lieferanten mit der anspruchsvolleren SA8000-Zertifizierung stetig zu erhöhen: So soll der Anteil der SA8000-zertifizierten Fabriken nach dem ersten Labeljahr 15 Prozent betragen und in den beiden darauf folgenden Jahren auf 30 Prozent und 45 Prozent gesteigert werden. Der internationale Standard hat das Ziel, die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern zu verbessern. Er stellt die gleichen Anforderungen wie der Standard BSCI, beinhaltet jedoch zusätzlich ein Managementsystem.

Um eine nachhaltigere Textilwirtschaft zu fördern, ist die REWE Group 2015 dem Textilbündnis des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beigetreten. Das Bündnis setzt sich für bessere Bedingungen in den Produktionsländern ein.

WIE TRAGEN DIE PRO PLANET-TEXTILIEN ZU EINEM BESSEREN UMWELTSCHUTZ BEI?

Eine Schwachstelle im Baumwollanbau ist der oftmals hohe und unsachgemäße Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Das Schulungsprogramm der Cotton made in Africa-Initiative trägt dazu bei, dass diese Mittel nur im notwendigen Maß genutzt werden.

Ein weiteres Problem stellt der hohe Wasserverbrauch dar: Im klassischen Bewässerungsanbau werden zur Erzeugung eines Kilogramms Baumwolle bis zu 20.000 Liter Wasser eingesetzt. Dadurch wird kostbares Trinkwasser verschwendet, Pflanzenschutz- und Düngemittel werden aus dem Boden ausgewaschen und belasten Flüsse und Seen. Durch den Regenfeldbau, also die Nutzung des Niederschlags, der in den Ländern südlich der Sahara üblich ist, werden diese negativen Auswirkungen verringert. Dadurch kann der Rohstoff der Cotton made in Africa-Bauern ökologisch nachhaltiger angebaut werden als in vielen anderen Teilen der Welt.

„Detox-Commitment" von Greenpeace beigetreten
Auch in den Herstellungsschritten Stoffherstellung, Veredelung und Konfektionierung werden viele zum Teil schädliche Chemikalien eingesetzt. Um die Wasserressourcen auch hier zu schützen, hat die REWE Group 2014 ein eigenes Programm für die Verwendung unbedenklicher Chemikalien in der Textilproduktion gestartet und ist dem „Detox-Commitment" von Greenpeace beigetreten. Ziel des Programms ist es, die Transparenz in der Textillieferkette zu erhöhen, umweltschädliche Chemikalien in der Produktion von Textilien zu vermeiden und damit Wasserverunreinigungen durch diese Chemikalien zu verhindern. Durch Informationsveranstaltungen und Schulungen unterstützt die REWE Group zudem Lieferanten und Produktionsstätten dabei, giftige Chemikalien frühzeitig zu identifizieren und umweltfreundliche Alternativen einzusetzen. Regelmäßige Wasser- und Produkttests stellen sicher, dass die umgesetzten Maßnahmen erfolgreich sind.

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Ziele:
 

Sozialverträglicherer Baumwollanbau

Maßnahmen:
 

CmiA-Zertifizierung

Herkunft:
 

Baumwolle aus Afrika (massenbilanziert)