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FSC-Papier

In der Herstellung von Papier und Pappe belegt Deutschland weltweit den fünften Platz - im Verbrauch steht die Nation mit 18 Millionen Tonnen sogar an vierter Stelle. Mehr als die Hälfte des hierfür benötigten Zellstoffs wird aus Nordamerika, Brasilien und Skandinavien importiert. Oftmals werden hierfür in den Herstellerländern natürliche Wälder illegal und rücksichtslos geschlagen, wodurch die Waldbestände und damit die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt in diesen Regionen dezimiert werden.

Um die Umwelt und das Klima zu schützen und eine ausreichende Holzversorgung für die Zukunft sicherzustellen, müssen die Wälder in verantwortungsvoller Weise bewirtschaftet werden. Dafür setzt sich der Forest Stewardship Council® (FSC®) weltweit ein. Der FSC wurde 1993 von Umweltorganisationen wie dem WWF sowie Unternehmen der Holzindustrie, einheimischen Bevölkerungsgruppen, Gewerkschaften und Waldbesitzern als unabhängige, gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation gegründet. Der FSC hat sich zum Ziel gesetzt, die nachhaltige Forstwirtschaft zu fördern.

Das PRO PLANET-Label kennzeichnet FSC-Papierprodukte, die aus Forstbetrieben stammen, die sich an die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Vorgaben des FSC halten oder bei deren Herstellung recyceltes Material verwendet wird. Deren Einhaltung wird regelmäßig von unabhängigen Prüfern kontrolliert. 

Die Papierprodukte erhalten das PRO PLANET-Label, weil sie aus FSC-zertifiziertem Papier hergestellt werden und die Hersteller ein zertifiziertes Nachhaltigkeitsmanagementsystem eingerichtet haben.

WIE TRÄGT DIE FSC-ZERTIFIZIERUNG ZUM SCHUTZ DER WÄLDER BEI?

Papierprodukte mit dem PRO PLANET-Label sind aus Zellstoff hergestellt, das aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und dadurch zu deren langfristigem Erhalt beiträgt. Dafür steht das FSC-Logo.

Forstbetriebe, aus denen das FSC-Holz stammt, verpflichten sich zur Einhaltung von verbindlichen ökologischen und sozialen Richtlinien. Sie sorgen dafür, dass die biologische Vielfalt erhalten bleibt und sowohl die Wasserressourcen als auch die Böden geschont werden. Zertifizierte Betriebe im Wald und in der Verarbeitungskette werden jährlich von unabhängigen Prüfern auf die Einhaltung dieser Prinzipien kontrolliert.

Der Zertifizierungsstandard gründet sich auf zehn Prinzipien und 56 Kriterien, die weltweit gültig sind und jeweils auf die jeweiligen nationalen Gegebenheiten angepasst werden.In Deutschland schreibt der FSC unter anderem vor, bei Holzprodukten auf Kahlschlag zu verzichten. Durch die natürliche Regeneration und die Aufforstung der Wälder mit heimischen Baumarten sichert ein FSC zertifizierter Wald den Fortbestand natürlicher Ökosysteme im Wald.  Maschinen müssen waldgerecht eingesetzt und abgestorbenes Holz, das vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet, im Wald belassen werden. Chemikalien dürfen nicht eingesetzt werden, außer zur Schädlingsbekämpfung, wenn dies behördlich angeordnet wird.

Neben diesen ökologischen Richtlinien müssen die Waldbesitzer auch die Rechte der Menschen vor Ort respektieren. Der FSC fordert ausdrücklich, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebensgrundlagen für die Beschäftigten und die lokale Bevölkerung zu erhalten und zu verbessern.

WIE WIRD SICHERGESTELLT, DASS FSC-ZERTIFIZIERTES PAPIER WALDSCHONENDER HERGESTELLT WIRD?

Das FSC-Siegel signalisiert dem Käufer, dass die Herkunftsbetriebe von unabhängigen Stellen geprüft und zertifiziert wurden. Bei der FSC-Zertifizierung handelt es sich um eine Produktkettenzertifizierung, das heißt alle Arbeitsschritte in der Wertschöpfungskette des Produkts – vom Schlagen des Holzes über den Transport bis hin zum Verkauf – werden in einem umfassenden Kontrollsystem überprüft um sicherzustellen, dass das verwendete Holz aus nachhaltig bewirtschafteten FSC Wäldern nicht mit Holz aus unkontrollierten Quellen vermischt wird.

Das Zertifizierungsverfahren beginnt bei der Holzgewinnung: Die Prüfer begutachten jedes Jahr die Waldflächen der Unternehmen und lassen sich die Betriebspläne vorlegen. Dadurch kann nachvollzogen werden, dass die Vorgaben, die auf Basis der FSC-Standards festgelegt wurden, eingehalten werden. Die Ergebnisse der Kontrollen werden anschließend in einem Bericht im Internet veröffentlicht. Teil dieses Berichts sind auch die Beanstandungen und Auflagen, die der Prüfer gemacht hat. Dadurch wird die Weiterentwicklung der Betriebe in kritischen Punkten transparent und kann öffentlich verfolgt werden.

Vom Wald bis zum Verbraucher durchlaufen Papierprodukte oft viele Verarbeitungsschritte. Um die Einhaltung der FSC-Standards lückenlos nachvollziehbar zu machen, wird nicht nur der Forstbetrieb begutachtet. Auch Unternehmen, die das Endprodukt mit dem Gütesiegel herstellen, müssen sich zertifizieren lassen. Zusätzlich werden die Händler von FSC-zertifizierten Produkten in das Kontrollsystem einbezogen.

WELCHE ZUSATZASPEKTE WERDEN BEI PRO PLANET-PRODUKTEN BERÜCKSICHTIGT?

Zusätzlich zum FSC-Zertifikat macht die REWE Group die Vergabe des PRO PLANET-Labels davon abhängig, ob der Hersteller in seiner Produktionsstätte ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem betreibt. Sie möchte so neben dem Schutz der Wälder weitere Umweltrisiken der Papierherstellung reduzieren. Das System kann wahlweise an dem weltweit anerkannten ISO 14001-Standard oder der EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) -Verordnung der Europäischen Union ausgerichtet sein. Für den ISO-Standard muss sich der Hersteller dies durch eine akkreditierte Zertifizierungsgesellschaft bestätigen lassen. Um die Einhaltung der EMAS-Vorgaben nachzuweisen, benötigt er eine sogenannte Validierung durch einen staatlich überwachten Umweltgutachter. Beide Standards knüpfen die Zertifizierung an eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen des Betriebs.

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Was leistet Ihr PRO PLANET-Produkt für Mensch und Umwelt? Geben Sie hier die Kennziffer ein und erfahren Sie mehr.

Kurz und Gut

Ziele:

Nachhaltigere Fortwirtschaft

Maßnahmen:

FSC-Zertifizierung, validierte ISO 14001 oder EMAS Betriebe