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Geranien

Mit ihren kräftigen Farben verwandeln sie Balkon und Terrasse in leuchtende Blütenmeere: Geranien blühen oft den ganzen Sommer lang. Die farbenfrohen Dauerblüher sind robust und pflegeleicht, gedeihen im Schatten ebenso wie in der prallen Sonne und kommen auch einmal ein paar Tage ohne Wasser aus. Kein Wunder also, dass Geranien seit Jahrzehnten aus der hiesigen Balkon- und Gartenlandschaft nicht mehr wegzudenken sind.

Die Stecklinge für den Anbau der Geranien mit dem PRO PLANET-Label stammen aus Äthiopien und werden in Deutschland groß gezogen. Die Fairtrade-Zertifizierung, welche auch die Verwendung von torfreduziertem Substrat vorgibt, trägt dazu bei, die ökologischen und sozialen Bedingungen bei der Produktion der Geranien zu verbessern. Beispielsweise werden die Moore und damit der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen geschützt, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kontrolliert und die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter in Äthiopien verbessert.

WIE GESTALTET DIE REWE GROUP DEN ANBAU VON PRO PLANET-GERANIEN NACHHALTIGER?

Beim Anbau der Jungpflanzen in Äthiopien werden häufig Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die die Gesundheit der Arbeiter und die Umwelt belasten. Um den Anbau von Geranien nachhaltiger zu gestalten, stammen die Geranien mit dem PRO PLANET-Label ausschließlich von Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen: Das Fairtrade-Siegel verpflichtet die Produzenten, den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln einzuschränken, geregelte Arbeitszeiten und die gesetzlichen Mindestlöhne einzuhalten sowie ausreichend Schutzmaßnahmen wie beispielsweise Schutzanzüge bereitzustellen. Zusätzlich zur Fairtrade-Zertifizierung müssen sich alle Jungpflanzenbetriebe der PRO PLANET-Geranien von dem niederländischen „Umweltprogramm Zierpflanzen" (Milieu Programma Sierteelt) zertifizieren lassen. Dadurch wird der umweltgerechte, möglichst sparsame Einsatz von Wasser, Energie, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln zusätzlich sichergestellt. Außerdem sind die deutschen Produktionsbetriebe nicht nur Fairtrade sondern auch nach GLOBAL G.A.P. zertifiziert und werden jährlich kontrolliert. Seit Anfang 2016 ist zudem der Einsatz von besonders bienengefährdenden Wirkstoffen verboten.

Die Fairtrade-Stecklinge aus Afrika werden in Deutschland großgezogen. Bei der Aufzucht wird in der Regel Torf verwendet, um das Substrat möglichst lange feucht zu halten. Durch den Abbau von Torf werden die Moore jedoch nachhaltig geschädigt, mit ihnen gehen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren. Moore fungieren aber nicht nur als Lebensraum für Flora und Fauna, sondern auch als wichtige Kohlenstoffspeicher, so genannte Kohlenstoffsenken: Dazu nehmen Moorpflanzen den Kohlenstoff aus der Luft in großen Mengen auf und speichern ihn im Torf. Beim Torfabbau und der damit verbundenen Trockenlegung der Moore wird dieser gebundene Kohlenstoff wieder freigesetzt. Der freigesetzte Kohlenstoff verbindet sich mit Sauerstoff und wird so zu Kohlenstoffdioxid, einem klimaschädlichen Gas.

Deshalb wird beim Anbau der Fairtrade-zertifizierten Geranien in Deutschland ein torfreduziertes Substrat verwendet.

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Kurz und Gut

Ziele:

Kontrollierter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Einsatz von torfreduziertem Substrat, Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter

Maßnahmen:

Fairtrade-Siegel, MPS-Zertifizierung, GLOBAL G.A.P.

Herkunft:

Äthiopien (Steckling), Deutschland (Anbau)