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Möhren

Schon der berühmte Comic-Hase lehrte, dass Möhren, auch Wurzeln oder Karotten genannt, gut für die Augen sind. Das liegt an ihrem hohen Carotin-Gehalt, der auch für die orange-rote Farbe der Möhre verantwortlich ist. Carotin spielt eine tragende Rolle bei der Bildung von Vitamin A, welches sehr wichtig für die Augen ist und sogar einer Sehschwäche vorbeugen kann.

Die Möhren mit dem PRO PLANET-Label, stammen aus deutschen Gemüseanbaubetrieben, die ihre Produktion schrittweise nachhaltiger gestalten. Alle Lieferanten der PRO PLANET-Möhren müssen ihren Betrieb schrittweise als „Betrieb der umweltverträglichen Landbewirtschaftung“ zertifizieren lassen. Sie geben regelmäßig Auskunft zu vielfältigen Aspekten, wie der Düngung der Böden, der Wassernutzung oder den Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Der Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten prüft die Ergebnisse, weist dann auf die Ursachen eventueller Mängel hin und schlägt Maßnahmen vor, um für Abhilfe zu sorgen.

WOHER STAMMEN DIE MÖHREN MIT DEM PRO PLANET-LABEL?

Die Möhren mit dem PRO PLANET-Label stammen aus deutschen Gemüseanbaubetrieben.

WARUM ERHALTEN DIE MÖHREN DAS PRO PLANET-LABEL?

Die REWE Group fordert die Erzeuger von den Möhren mit dem PRO PLANET-Label auf, die Umwelteinwirkungen ihrer Prozesse systematisch zu erfassen und die dabei deutlich werdenden Mängel zu beheben. Schrittweise soll so der Möhrenanbau nachhaltiger und ressourcenschonender werden und damit die Bedingungen für die Vergabe des PRO PLANET-Labels erfüllen. Das hierbei angewandte Verfahren basiert auf dem sogenannten „Umweltsicherungssystem Landwirtschaft“ der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL). Die REWE Group verlangt von den Produzenten der Möhren mit dem PRO PLANET-Label, die Anforderungen des TLL-Umweltsicherungssystems im Verlauf von drei Jahren vollständig umzusetzen und dies durch das Zertifikat eines unabhängigen wissenschaftlichen Verbandes zu belegen.

WIE VERÄNDERT DAS UMWELTSICHERUNGSSYSTEM DIE PRODUKTION DER MÖHREN MIT DEM PRO PLANET-LABEL?

Jeder Lieferant von PRO PLANET-Möhren muss sein Unternehmen in einem standardisierten Verfahren als „Betrieb der umweltverträglichen Landbewirtschaftung“ zertifizieren lassen. Er gibt Auskunft zu vielfältigen Aspekten – von der Düngung der Böden, der Wassernutzung über Treibhausgasemissionen und Erosion bis zu Schädigungen des Ökosystems durch Pflanzenschutzmittel und Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Basis ist ein Kriterienkatalog mit 17 verschiedenen Indikatoren, darunter der Stickstoffgehalt und die Dichte des Bodens, die Diversität der Fruchtarten sowie die Energiebilanz des Betriebs. Für jeden Indikator definiert das System einen Toleranzbereich, den der Landwirt nicht überschreiten darf, um die Zertifizierung zu erhalten.

Der Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) prüft das Zertifizierungsverfahren. Dabei ziehen die Prüfer weitere Datenquellen wie Buchführung und Bodenuntersuchungen hinzu. Anschließend erstellen sie einen Prüfbericht zu den untersuchten Kriterien. Außerdem weisen sie auf die Ursachen eventueller Mängel hin und schlagen Maßnahmen vor, um diese zu beheben. Die Richtigkeit der Daten wird anhand von stichprobenartigen Kontrollen überprüft.

Das Verbesserungspotenzial ist groß. Wie die bisherige Anwendungspraxis des Umweltsicherungssystems in Deutschland zeigt, wirtschaften zu Beginn des Programms nur rund 20 Prozent der Betriebe innerhalb der Toleranzbereiche und erfüllen damit die Anforderungen für die Zertifizierung. Die übrigen werden aufgefordert, Maßnahmen zu treffen, um die Umwelteinwirkungen ihrer Betriebe zu reduzieren. Erst wenn keine Beanstandungen mehr vorliegen, attestiert die Projektstelle des VDLUFA ihnen eine nach derzeitigem Wissensstand umweltverträglichere und nachhaltigere Wirtschaftsweise. Dabei wird sie von einem beigeordneten unabhängigen Fachausschuss beraten.

Schrittweise Ausdehnung des Umweltsicherungsprogramms
Für manche Agrarbetriebe ist die Umstellung auf eine umweltschonendere Produktionsweise mit erheblichem Aufwand verbunden. Um ihnen dabei ausreichend Zeit zu geben, hat die REWE Group für die Umsetzung des Programms eine Staffelung vorgesehen: Ein Jahr nach der Vergabe des PRO PLANET-Labels soll ein Drittel der Menge der PRO PLANET-Möhren aus zertifizierten Betrieben stammen. Bis zum Ende des zweiten Jahres soll dies für zwei Drittel und nach drei Jahren für alle Möhren gelten. Parallel wird auch das Umweltsicherungssystem weiterentwickelt und an die Besonderheiten des jeweiligen Produktes angepasst.

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Kurz und Gut

Ziele:

Ressourcenschonenderer Anbau

Maßnahmen:

Schrittweise Zertifizierung der Erzeuger als umweltverträglichere Landbewirtschafter

Herkunft:

Deutschland