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Brot

Deutschland ist im internationalen Vergleich das Land, in dem die meisten Brotsorten hergestellt werden. Einer der Hauptgründe sind die guten Anbaubedingungen, durch die nicht nur Weizen, sondern auch Roggen und Dinkel sehr gut wachsen. Doch mit der Herstellung von Brot und anderen Backwaren ist ein hoher Energieaufwand verbunden, denn die Backöfen müssen geheizt werden. Dadurch gehören Bäckereien zu den Handwerksbetrieben mit dem höchsten Energieeinsatz.

Die REWE Group bezieht die PRO PLANET-Brote von der eigenen Großbäckerei Glockenbrot, die bereits seit 1986 zur REWE Group gehört. Seit Anfang 2010 werden die PRO PLANET-Brote in einer der modernsten und energiesparendsten Produktionsstätten in Bergkirchen bei München hergestellt.

Neben der Energienutzung muss aber auch der Anbau des Getreides näher beleuchtet werden. Da es bisher nur wenig fundierte Erkenntnisse über die Auswirkungen unterschiedlicher Anbaumethoden auf die Umwelt gibt, haben die REWE Group und die Glockenbrot Bäckerei Bergkirchen ein dreijähriges Forschungsprojekt in Auftrag gegeben. Auf Grundlage dieser Ergebnisse arbeitet die REWE Group in einer zweiten dreijährigen Projektphase mit ausgewählten Betrieben zusammen, die anhand konkreter Maßnahmen den Anbau ihres Backweizens nachhaltiger gestalten. Auf diese Weise wird nun auch die Rohstoffproduktion in den Nachhaltigkeitsprozess der PRO PLANET-Brote mit einbezogen.

WOHER STAMMEN DIE BROTE MIT DEM PRO PLANET-LABEL?

Die Brote mit dem PRO PLANET-Label stammen aus einem Betrieb der Glockenbrot Bäckerei in Bergkirchen bei München.

WIE WIRD DER ENERGIEVERBRAUCH BEI DER PRODUKTION DES PRO PLANET-BROTES REDUZIERT?

Die REWE Group bezieht die PRO PLANET-Brote von der Glockenbrot Bäckerei, die bereits seit 1986 zur REWE Group gehört. Seit Anfang 2010 werden diese in einer besonders energiesparenden neuen Produktionsstätte in Bergkirchen bei München hergestellt.

Energieeffiziente Produktion durch innovative Technik
In dem Backwerk in Bergkirchen konnte die Energieeffizienz pro Erzeugnis gegenüber einem vergleichbaren Bäckereibetrieb deutlich erhöht werden. Dafür sorgen Techniken wie eine hochmoderne Kälteanlage oder die Wärmerückgewinnung. So wird die Abwärme der Produktionsanlagen für die Warmwasseraufbereitung und für die Heizung der Räume genutzt. Räume, Schaltschränke und Produktionsanlagen werden mit Grundwasser gekühlt. Für das Warmwasser wird außerdem Fernwärme aus einem nahegelegenen Müllheizkraftwerk bezogen.

Auf diese Weise werden die Brote in der Glockenbrot-Betriebsstätte in Bergkirchen mit rund 20 Prozent weniger Energie hergestellt als in vergleichbaren Betrieben mit ähnlichen Produktionsmengen, so das Ergebnis eines unabhängigen Audits im Mai 2014.

WAS BEDEUTET DER EFFIZIENTE ENERGIEEINSATZ FÜR DAS KLIMA?

Treibhausgase, die vor allem durch den Verbrauch von Energie entstehen, tragen zu einem Anstieg der Temperatur in der Erdatmosphäre bei. Um weltweite Schäden in Folge abrupter Klimaänderungen zu vermeiden, muss der Temperaturanstieg dauerhaft begrenzt werden. Dazu tragen vor allem Maßnahmen wie eine verbesserte Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien bei.

Die REWE Group hat sich zum Ziel gesetzt, ihre spezifischen Treibhausgasemissionen bis 2022 im Vergleich zum Jahr 2006 um 50 Prozent zu senken. In diesem Zusammenhang arbeitet die Glockenbrot Bäckerei daran, bei der Herstellung von Brot energiesparende Lösungen zu finden. Der Betrieb in Bergkirchen dient hierbei als Pilotproduktionsstätte und verzichtet vollständig auf den Einsatz von klimaschädlichem Heizöl. Der Strombedarf wird über zertifizierten Grünstrom gedeckt.

WIE WIRD DIE QUALITÄT DER BROTE MIT DEM PRO PLANET-LABEL KONTROLLIERT?

Die 1904 gegründete Glockenbrot Bäckerei legt bei der Herstellung ihrer Waren großen Wert auf hochwertige Rohstoffe. Um die gleichbleibend hohe Qualität der Erzeugnisse sicherzustellen, führt das sechsköpfige Team der Qualitätssicherung ständig Laboranalysen durch. Unterstützung erhält es dabei auch von externen Laboren. Der beste Beweis für die hohe Qualität ist eine Reihe von Auszeichnungen: Bereits 14 Mal in Folge gewann die Glockenbrot Bäckerei die Auszeichnung „Gold“ für langjährige Spitzenleistungen bei den Qualitätswettbewerben der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).

WAS UNTERNIMMT DIE REWE GROUP, DAMIT DIE BROTE NOCH NACHHALTIGER WERDEN?

Für die Beurteilung, wie nachhaltig die Brote mit dem PRO PLANET-Label sind, ist neben der für den Backvorgang genutzten Energie vor allem der Anbau des hierfür notwendigen Getreides zu betrachten. Aus einer von der REWE Group beauftragten Analyse geht hervor, dass sich der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln und Anbausysteme mit enger Fruchtfolge nachteilig auf die Artenvielfalt und die Bodenqualität auswirken können.

Bisher gibt es aber nur wenig wissenschaftlich-fundierte Erkenntnisse über die Auswirkungen unterschiedlicher Anbaumethoden auf die Umwelt in den jeweiligen Anbauregionen. Deshalb haben die REWE Group und die Glockenbrot Bäckerei Bergkirchen Ende 2010 ein Forschungsprojekt zur „Analyse der ökologischen Nachhaltigkeit der Getreideproduktion in der Wertschöpfungskette Brot und Backwaren" in Auftrag gegeben, Projektpartner der dreijährigen Untersuchungen waren der Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme an der Technischen Universität (TU) München und das Private Institut für Nachhaltige Landbewirtschaftung (INL) in Halle.

Das Projekt hatte zum Ziel, die ökologische Nachhaltigkeit des Anbaus von Backweizen zu analysieren: Gibt es Unterschiede in den verschiedenen Anbauregionen? Falls ja – was lässt sich aus den nachhaltiger arbeitenden Betrieben lernen? Lassen sich hieraus Empfehlungen ableiten, wie der Anbau des Rohstoffs Backweizen insgesamt nachhaltiger gestaltet werden kann? Um diesen Fragen nachzugehen, wurden in fünf für das Backwerk Bergkirchen relevanten Getreideanbauregionen landwirtschaftliche Betriebe ausgewählt und mit Blick auf ihre Wirkung auf das Klima (Treibhausgase), die Gewässer (Nährstoffbilanzen), die Böden (Humusversorgung, Erosion) und die Artenvielfalt (Arten und Biotope) untersucht. Dabei wurden sowohl die klimatischen Unterschiede als auch die unterschiedlichen Bodentypen der Regionen berücksichtigt.

Die Projektpartner erfassten die Bewirtschaftungsdaten der Betriebe und werteten diese modellgestützt aus. Um Auswirkungen auf den Boden und die Artenvielfalt beurteilen zu können, wurden Bodenproben genommen und Ackerwildkräuter, Regenwürmer, Bienen und Spinnen auf ausgewählten Testflächen erfasst. Ergänzt wurden die Analysen durch die Kartierung vorhandener Biotope und Landschaftsstrukturen.

Ergebnisse des Forschungsprojekts
Die untersuchten Regionen sind mit Blick auf die Nachhaltigkeit im Weizenanbau insgesamt vergleichbar, so das Fazit der Projektpartner. Keines der Anbaugebiete weist gegenüber den anderen Regionen erhebliche Nachhaltigkeitsdefizite auf. Die Wahl einer bestimmten Anbauregion hat also keinen nennenswerten Einfluss auf die Nachhaltigkeit der Brote – prinzipiell eignen sich alle fünf Regionen für den Einkauf von Backweizen. Dennoch gibt es sowohl in den jeweiligen Betrieben als auch in den Regionen unterschiedliche Vor- und Nachteile. Beispielsweise variieren die Stickstoffverluste, die Humusversorgung der Böden und die Treibhausgasemissionen. Außerdem gibt es Unterschiede bei der Vielfalt der Ackerwildkräuter, der Anzahl der Arten und der Regenwürmer. Diese Unterschiede sind zum Teil auf regionale Besonderheiten zurückzuführen, liegen teilweise aber auch an der Arbeitsweise und den Anbaumethoden der Betriebe. Insofern ergeben sich hieraus konkrete Ansatzpunkte, wie die einzelnen Betriebe ihren Getreideanbau noch nachhaltiger gestalten können. Im Fokus eines verbesserten Nachhaltigkeitsmanagements stehen also die landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe.

Vor diesem Hintergrund hat die REWE Group 2015 gemeinsam mit ihren Projektpartnern, der Technischen Universität München und dem Privaten Institut für Nachhaltige Landbewirtschaftung, das Folgeprojekt „Nachhaltigkeitsmanagement in der Wertschöpfungskette Brot“ ins Leben gerufen. Es nimmt die bisher erarbeiteten Ergebnisse auf und soll klären, wie die Rohstoffproduktion, also der Anbau des Backweizens, in den Nachhaltigkeitsprozess der PRO PLANET-Brote integriert werden kann. Wichtig hierfür sind stabile, längerfristige Lieferbeziehungen und ein nachvollziehbarer Rohwarenfluss: von den Betrieben über die Mühlen bis hin zum Backwerk. Deshalb sollen ausgewählte landwirtschaftliche Erzeugerbetriebe in das Projekt mit eingebunden werden, die – zunächst über die Projektlaufzeit von drei Jahren – eine festgelegte Menge Backweizen für die PRO PLANET-Brote liefern. Gleichzeitig untersuchen die Projektpartner gemeinsam mit den Betriebsleitern die spezifischen Stärken und Schwächen des jeweiligen Betriebs und erarbeiten konkrete Maßnahmenpläne. Auf diese Weise wird in den teilnehmenden Betrieben ein Prozess initiiert, der den Anbau von Backweizen insgesamt nachhaltiger gestaltet.

Aus produktionstechnischen Gründen kann nicht garantiert werden, dass die Brote mit dem PRO PLANET-Label ausschließlich mit dem nachhaltiger erzeugten Backweizen hergestellt werden: Sollte das nachhaltiger produzierte Getreide Qualitätsdefizite aufweisen, darf die Mühle konventionelles Getreide kontrolliert beimischen. Auch im Backwerk kann eine Segregation nicht gewährleistet werden, so dass hier das Verfahren der Massenbilanzierung zum Einsatz kommt.

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Kurz und Gut

Ziele:

Energiesparendere Herstellung

Maßnahmen:

Energieeffizientere Produktionsstätte

Herkunft:

Deutschland (Bergkirchen bei München)

Brot Broschüre

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